Hexenverfolgung stoppen!

Be a Storychanger! - Rette das Leben der "Hexenkinder" Nigerias!

 

Hexenverfolgung im 21. Jahrhundert? Ja, es gibt sie, und sie trifft wie in allen Kulturen der Welt und in allen Jahrhunderten die schwächsten Glieder der Gesellschaft.

Krankheit, Jobverlust, Tod eines nahen Angehörigen - all dies sind Sitationen, die nur schwer zu ertragen sind. Ein Schuldiger muss gefunden werden. Und die Schuldigen sucht und findet man im Süden Nigerias seit Ende der Neunziger Jahre vor allem unter Kindern, vom Säugling bis zum Teenager.

Die Kinder werden von sogenannten Pastoren, Nachbarn, Freunden oder gar den eigenen Familienangehörigen der Hexerei und Zauberei bezichtigt. Jeder kann jeden beschuldigen, ohne Ausnahme. Steht die Anklage erst einmal im Raum, können sich die Beschuldigten nur durch Flucht retten. Fliehen sie nicht, sind sie grausamster Folter ausgesetzt, im günstigsten Fall werden sie "nur" verstoßen. Im schlimmsten Fall werden sie umgebracht.

 

Wie kam es zu diesem erneuten Ausbruch von Hexenverfolgung? Im überwiegend christlich geprägten Süden Nigerias wurden traditionell Wesen aus der Geisterwelt verehrt, von denen jedes bevorzugt Unglücke der einen oder anderen Art verursachen konnte. Dieser Glaube wurde nach Übertritt zum Christentum nicht einfach abgelegt sondern weitergepflegt. Insbesondere sogenannte Pastoren aus Pfingstgemeinden machen sich diese Gemengelage für ein perfides Geschäftsmodell zunutze: Nachdem sie ein Kind der Hexerei bezichtigt haben, bieten sie der Famlie kostenpflichtige Exorzismusrituale an. Da viele Menschen die Bibel nicht kennen, sind sie den Pastoren hörig und durchschauen nicht, dass die Bibel zwar von der Existenz von Zauberei berichtet, aber keinesfalls Kinder als Zauberer und Hexen brandmarkt.

 

Was kann man dagegen unternehmen? Es gibt einige wenige mutige Menschen - Nigerianer und Ausländer gleichermaßen - die sich der "Hexenkinder" annehmen. Sie nehmen die Kinder bei sich auf, geben ihnen Kleidung, Essen und schicken sie zur Schule. Alle Helfer setzen sich großer Gefahr aus, da sowohl viele Kirchengemeinden als auch Regierungsvertreter ein Interesse daran haben, dass die Welt nichts von den "Hexenkindern" erfährt. Gleichzeitig werden die Helfer zusammen mit den Kindern zu Ausgestossenen in ihrer Gesellschaft: Auf dem Markt wird ihnen nichts verkauft, weil die Menschen Angst vor dem "verhexten" Geld haben, im Beruf werden sie gemobbt oder ihnen wird ganze einfach gekündigt. Trotz der ganzen Schwierigkeiten, denen diese Kinder tagtäglich begegnen, habe ich sie immer wieder dieses Lied singen hören:

 

My story has changed, I will never cry again so - Meine Lebensgeschichte hat sich geändert, ich werde nie wieder so sehr weinen.

 

Storychangers setzt sich dafür ein, dass die "Hexenkinder" in Eket, Südnigeria, eine Chance erhalten. Mit finanziellen Zuwendungen für die Ernährung, Kleidung und Schulbildung der Kinder sowie für Aufklärungskampagnen wollen wir Geschichte schreiben und die Hexenverfolgung in Nigeria beenden.

 

Will you be a Storychanger?

 

 


Wer wir sind

Der Verein Storychangers wurde im September 2017 gegründet und hat seinen Sitz in Stuttgart. Uns eint der Wunsch, den Hexenkindern Nigerias eine Zukunft zu geben und die Hexenverfolgung zu beenden. Mehr zu unserer Arbeitsweise kannst Du in unserer Satzung erfahren.

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Unterstütze die Arbeit von Storychangers finanziell und wirke so daran mit, dass kein Kind mehr als Hexe denunziert und gefoltert wird!


Spielende Kinder im CRARN-Kinderheim
Spielende Kinder im CRARN-Kinderheim

Die Auswirkungen der Hexenverfolgung

Kinder, die ihren Peinigern entkommen, landen auf der Straße und müssen für sich selbst sorgen. Die Dorfgemeinschaft verstößt sie. Nicht selten fallen sie in die Hände skrupelloser Menschenhändler, die sie zu Prostitution oder zur Begehung von Straftaten zwingen.

Viele Familien werden hierdurch zerstört, ein Klima der Angst entsteht. Niemand fühlt sich mehr sicher, weder in der Familie, noch im Dorf oder in der Kirchengemeinde. 

Hexenverfolgung in Afrika

Hexenverfolgung ist nicht nur ein Thema in Nigeria, sondern auch in vielen anderen Ländern Afrikas, wie Kamerun, Tansania und Uganda. Auch wenn sich die Zielgruppen teilweise unterscheiden (Albinos, alte Menschen, Mädchen oder generell Kinder), ist doch der erlittene Horror stets derselbe.

Hexenverfolgung und Menschenrechte

Die Vereinten Nationen nehmen sich seit Kurzem auch des Themas Hexenverfolgung an. Am 21./22. September 2017 fand ein Workshop zum Thema in Genf statt. Ein Link zum Ergebnisprotokoll wird an dieser Stelle Ende des Jahres hochgeladen werden.


Aktuelle Projekte

Kinderheim

In Eket, Südnigeria, sind die wenigen Kinderheime für "Hexenkinder" wichtige Zufluchtsstätten.

Versöhnung

Manchmal ist es möglich, Kinder wieder mit ihrer Familie zu versöhnen. Hierzu bedarf es viel Aufklärungsarbeit und zahlreicher Hausbesuche

Aufklärung

Storychangers e.V. organisiert und finaziert Aufklärungskampagnen in Südnigeria und gibt den Kindern bei Politikern eine Stimme.

Freiwillige

Sowohl die Ehrenamtlichen als auch die Kinder sind in der Gesellschaft isoliert, die Menschen haben Angst vor ihnen. Daher freuen sie sich über Besuch aus aller Welt.